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"Ton knetend formt man Gefässe. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn." Laotse
Systemische Supervision

Supervision dient dazu, Erfahrungen aus der Arbeit mit anderen Kolleginnen und Kollegen professionell auszuwerten. Den emotionalen Belastungen kann Raum gegeben, das eigene methodische Vorgehen in den Aufgaben kann nachträglich überdenkt und besprochen werden. Die Eigenanteile an emotionalen Reaktionen und Impulse können entdeckt und das methodische Vorgehen sowie deren Auswirkungen können reflektiert werden. Die Supervision ist ein Lernort. Sie dient der Entlastung und Wegbereitung für das zukünftige Handeln.
Supervision ist eine arbeitsfeldbezogene Beratung. Der Wille zur persönlichen Auseinandersetzung der beteiligten Personen ist eine Voraussetzung. Supervision ist ein Zusammenspiel aller Beteiligten.

Es werden Einzelsupervisionen, Teamsupervisionen oder Leitungssupervisionen angeboten.

Ziele der Supervision

Folgende Ziele sind in der Supervision oft gegenwärtig:

  • Vergrössern der Methoden- und Handlungskompetenz
  • Klären des Rollenverständnisses
  • Weiterentwickeln der emotionalen Achtsamkeit
  • Einschätzen der Grenzen und Möglichkeiten in der beruflichen Rolle
  • Erhalten von Sicherheit für die eigene Haltung sowie der Ziele
  • Eruieren von Varianten der Massnahmen
  • Treffen der Vorbereitungen für die kommenden Handlungen und Lösungen

Supervisionsthemen sind auf den Ebenen der Klienten (Fallbesprechungen, Kundenkontakt), der Mitarbeitenden/Team (Zusammenarbeit mit Kolleginnen/Kollegen und Vorgesetzten), sowie der Organisation (Abläufe, Organisation, Hierarchie) angesiedelt.

Supervision wird in der Regel 1-3 Stunden, 6-12 x pro Jahr durchgeführt, um eine gewisse Kontinuität im Prozess zu gewährleisten. Supervisionen werden in den Räumen der Supervisand/-innen in der deutschsprachigen Schweiz oder in einem Beratungsraum in der Nähe vom Hauptbahnhof Bern angeboten.

Fachliche Grundlage von systemischer Supervision

Systemische Supervision ist eine lösungsorientierte Beratungsform für Personen und Institutionen, die ressourcenorientiert professionelle Zusammenhänge thematisiert. Systemisches Denken lässt sich aus der Systemtheorie ableiten. Die Systemische Supervision ist auf der Grundlage von einer systemischen Sichtweise entstanden (Milton Erickson, Steve de Shazer, Insoo Kim Berg usw.). Statt Defizite und Probleme in den Vordergrund zu stellen, werden die eigenen Ressourcen, seien sie personen-, team- oder organisationsbezogen, in den Blick genommen. Durch das hypothetische Durchspielen verschiedener Optionen entstehen Wahlmöglichkeiten und damit eine Erweiterung des Denk- und Handlungsspielraums. Das Ziel ist stets, ein erhöhtes Potenzial an Lösungsstrategien für Einzelpersonen, Teams und Organisationen zu erreichen.

In der systemischen Supervision wird ein Rahmen geschaffen, in dem Supervisand/innen ihre berufliche Praxis aus mehr Distanz heraus beobachten, beschreiben und reflektieren können. In diesem Rahmen können Fragestellungen entwickelt werden, die sich auf bestimmte Aspekte des Denkens, Fühlens und Handelns beziehen, die im konkreten, zur Supervision anstehenden Anliegen sichtbar werden. Diese Fragen können vor dem Hintergrund des institutionellen Kontextes aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und erforscht werden. Das Wechseln der Perspektiven, z.B. von innen nach aussen oder vom Pro und Contra, ermöglicht es, von eingefahrenen Problembeschreibungen wegzukommen und in spielerischer Weise zu neuen, lösungsrelevanten Erkenntnissen zu gelangen (vgl. Ebbecke-Nohlen, 2009).

Neben dem Gespräch werden in der Supervision viele gestalterische Methoden wie beispielsweise das Arbeiten mit Symbolen verwendet. Geschichten werden manchmal als Einstimmung oder zur Reflexion benutzt. Ich stelle Ihnen ein Beispiel eines Märchens, "Die Geschichte von Samaralia", im nachstehenden Dokument zum Lesen zur Verfügung. Viel Vergnügen!